Kommunalwahl 2018

Die Gothaer Liberalen wollen ihre gute Zusammenarbeit mit Knut Kreuch im Stadtrat auch künftig mit ihm als OB fortsetzen. Die anwesenden FDP-Mitglieder einer Versammlung, die am Donnerstagabend (8. März) im Gemeinschaftshaus in der Goldbacher Siedlung in Gotha stattfand, sprachen sich mehrheitlich für seine Wiederwahl aus. "In den 12 Jahren Amtszeit hat er Gotha in der Welt bekannt und sich als Kulturbürgermeister in Thüringen einen Namen gemacht", sagte die Ortsvorsitzende Steffi Ziegenbalg. "Er kämpft für Gotha und seine Bürger", attestierte ihm auch Stadtratsmitglied Martin Steinbrück, der die kollegiale Zusammenarbeit in der SPD-/FDP-Stadtratsfraktion lobte.

Etwas mehr Durchschlagskraft wünschen sich die Liberalen von ihrem Stadtoberhaupt bei der Wirtschaftsförderung und der Entwicklung der Gewerbegebiete. "Seit Jahren gibt in Gotha weder eine moderne, noch eine effiziente Wirtschaftsförderung." Hier habe Kreuch in der Vergangenheit kein glückliches Händchen gehabt, allerdings könne er bislang auch bei den anderen Bewerbern keine konkreten Konzepte erkennen, sagte Mike Wündsch. Die "Blitzer-Katastrophe", habe der OB zu verantworten und schade auch, dass es nicht möglich gewesen sei, den Rockets in Gotha eine ordentliche Spielstätte zu schaffen. FDP-Kreischef Jens Panse hat es dadurch jetzt näher zu den Spielen in der Erfurter Messe. Auch er sieht für die Zukunft Gothas aktuell keine personelle Alternative zum "PR-Mann Kreuch" und befürwortet von Kreisseite das Votum der Gothaer Freidemokraten.

Vor Beginn der Beratung verteilte FDP-Landratskandidat Jens Seeber gelbe Rosen an die anwesenden liberalen Frauen im Saal, um sich anschließend den Fragen der Runde zu stellen. Heftige Kritik übte er an dem Eilantrag der AfD im Landtag, mit dem diese erreichen will, dass die Jugendlichen bei der Kommunalwahl am 15. April ausgeschlossen werden. Das sei demokratiefeindlich und zeuge vom Misstrauen gegenüber der jungen Generation, die durchaus politisch interessiert und kompetent sei, berichtet der Freidemokrat von einer Podiumsdiskussion im Berufsschulzentrum in Gotha. Er bedauerte die Absage des Podiums des Kreisjugendringes. Hier hätte er den AfD-Kandidaten gern nochmal dazu befragt, aber vielleicht ergebe sich die Gelegenheit auch beim TLZ-/TA-Forum am 15. März im Londoner in Gotha. Der nächste Termin des FDP-Kandidaten ist aber erstmal an der Fahner Höhe geplant. In Großfahner will sich Seeber am Montag zusammen mit dem Kreisvorsitzenden im neuen Dorfladen informieren.


09.03.2018 Jens Panse