Gesundheitspolitik

"Der gegenwärtigen Bundesregierung scheint der Durchblick zu fehlen", kommentiert der Kreisvorsitzende der Gothaer FDP, Jens Panse, heute veröffentlichte Pläne des Bundes zum Abbau von Arztpraxen. "Ob das an fehlenden Augenärzten in Berlin liegt, kann ich nicht beurteilen, im Landkreis Gotha gibt es jedenfalls keine Überversorgung an Arztpraxen." Auf einen Hautarzttermin warte man in Gotha, auch wenn man privat versichert ist, gut und gerne auch mal 9 Monate. "Sollen daraus dann in Zukunft 2 Jahre werden", fragt der FDP-Kreischef.

Die Thüringer Allgemeine hatte unter Berufung auf die Kassenärztliche Vereinigung heute eine Statistik veröffentlicht, wonach bei Umsetzung des geplanten "Versorgungsstärkungsgesetzes" in Gotha angeblich 15 Fachärzte - darunter je 4 Chirurgen und Kinderärzte - übrig seien. Dem widerspricht der FDP-Kreisvorsitzende vehement. "Nicht nur das bereits bei den Hausärzten sowie bei den Augenärzten im Landkreis ein massiver Fehlbestand zu verzeichnen ist, so gilt es auch dringend den Blick auf die Altersstruktur der tätigen Ärzte zu richten, von den viele in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen werden", so Panse. Im Kreis habe man darauf reagiert und auf Initiative der Liberalen einen runden Tisch zum Thema Ärzteversorgung ins Leben gerufen. "Die durch das Bundesgesundheitsministerium geplanten dirigistischen Maßnahmen führen jedenfalls nicht dazu, die Versorgung der Menschen vor Ort zu verbessern - im Gegenteil", so Panse abschließend.



03.12.2014 Jens Panse